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Handhabungs-Hinweise

Im Sinne der internationalen Normenwerke sind die Standards als „zertifizierte Prüfmittel“ zu betrachten, die in bestimmten Zeitintervallen neu kalibriert werden sollen (vgl. ISO 9001:2000 „Lenkung von Überwachungs- und Messmitteln“).

Alle Kalibrier-Standards sind mit besonderer Sorgfalt zu behandeln, damit ihre Verwendbarkeit erhalten bleibt. Kratzer, Schmutz und korrodierte Oberflächen können zu beträchtlichen Fehlern führen.

Kunden wählen üblicherweise eine Rekalibrierung der Festfilter alle 12 Monate in den ersten beiden Jahren des Gebrauchs, danach alle 24 Monate, eine Rekalibrierung der Flüssigfilter nach spätestens 12 Monaten.

Die Abstände zwischen diesen Rekalibrierungen sollten vom Anwender festgelegt werden und hängen von den konkreten Einsatzbedingungen der Filter im Labor ab. Filter oder Filtersätze, die zur Rekalibrierung eingesendet wurden, werden gereinigt, neu kalibriert und mit einem neuen Zertifikat zurückgeschickt.

Jedem Filtersatz sind ausführliche Handhabungshinweise beigelegt, in denen das Arbeiten mit den Kalibrier-Standards genau erklärt wird. Alle Filter können auch einzeln bezogen werden. Sie sind mit einer fortlaufenden Filternummer gekennzeichnet und werden mit einem Zertifikat geliefert.

Temperatureinfluss

Die Messwerte liegen bei Einhaltung der auf dem Zertifikat angegebenen Temperaturen innerhalb der angegebenen Messunsicherheit. Es wird empfohlen, die Filter nach Gebrauch dunkel, am besten im Etui, an einem trockenen, staubfreien Platz bei Raumtemperatur aufzubewahren. Aus Sicherheitsgründen ist speziell bei den Flüssigkeiten bei der Aufbewahrung und beim Transport darauf zu achten, dass sie nicht Temperaturen unter 4 °C und über 50 °C ausgesetzt werden.

Sonstige Einflüsse auf die Messungen

Schmutz und Staub sowie Beschädigungen (Kratzer, Korrosion) der polierten Flächen können deutliche Verfälschungen der Messwerte zur Folge haben. Bewahren Sie die Filter im Etui auf und vermeiden Sie jede Verunreinigung der polierten Fenster. Mit der Reinigung der Filter sollte immer eine Rekalibrierung verbunden sein.

Sicherheitshinweise

Die Flüssigfilter sind auf einer Seitenfläche mit der chemischen Formel der in der Küvette befindlichen Substanz gekennzeichnet. Beim Bruch des Filters beachten Sie bitte die entsprechenden Sicherheitshinweise (z. B. Sicherheitsdatenblatt).

Vorbereitung zur Messung

Wegen der unterschiedlichen Bauarten der zu überprüfenden Spektralphotometer können für die Durchführung der Überprüfung mit den Standards nur einige grundlegende Hinweise gegeben werden:
Das Spektralphotometer sollte etwa eine halbe Stunde vor der Messung eingeschaltet werden, damit es auf eine konstante Temperatur erwärmt ist (Herstellerangaben beachten!). Die Messung sollte in einem Raum mit niedriger Luftfeuchtigkeit und der auf dem Zertifikat angegebenen Temperatur durchgeführt werden. Die Filter passen in jeden Küvettenhalter für Standard-Rechteckküvetten mit 10 mm Schichtdicke. Sie sollten immer in der gleichen Orientierung in den Küvettenhalter eingesetzt werden, also z.B. mit dem Hellma-Schriftzug zur Lichtquelle. Die Mitte des Lichtbündels soll immer in der gleichen Höhe durch das Filter im unteren Drittel gehen. Bei Ein-Strahl-Photometern und insbesondere bei Dioden-Array-Photometern mit einem über Lichtleiter angeschlossenen freistehenden Küvettenhalter ist zusätzlich zu beachten, dass Fremdlicht und Erschütterungen (Bewegungen der Lichtleiter) die Messungen verfälschen können.

Weitere Informationen:

 

Bezugsquellen Deutschland